Der Steinkauz (Athene noctua) ist ein typischer Bewohner der offenen Kulturlandschaften Europas. Er lebt vor allem in strukturreichen Gebieten mit Wiesen, Weiden und Streuobstwiesen, die ihm Bruthöhlen und Ansitzmöglichkeiten bieten. Als dämmerungs- und nachtaktiver Jäger ernährt er sich überwiegend von Insekten, Kleinsäugern und Würmern.
Sein Lebensraum lebt vom Zusammenspiel aus offenen Flächen zur Nahrungssuche und geeigneten Rückzugsorten wie Baumhöhlen, alten Gebäuden oder speziell angebrachten Nistkästen. Diese Vielfalt ist entscheidend für sein Überleben und seine Fortpflanzung.
Durch intensive Landwirtschaft, Flächenversiegelung und den Verlust alter Bäume und Obstwiesen gehen diese Lebensräume zunehmend verloren. Monotone Agrarflächen und Pestizideinsatz erschweren dem Steinkauz die Nahrungssuche und die Aufzucht seines Nachwuchses.
Seit vielen Jahren steht der Steinkauz deshalb unter besonderem Schutz und gilt in vielen Regionen als bedroht. Sein Rückgang zeigt, wie stark auch heimische Tierarten von menschlichen Eingriffen betroffen sind – und wie wichtig gezielte Schutzmaßnahmen für den Erhalt naturnaher Landschaften sind.